How to prepare for one year abroad

The best time for new beginnings is now – it`s time to write a new story.

Hier ist er also nun, der Anfang des größten Abenteuers meines Lebens.

Meine Geschichte beginnt am 15. Februar 2022 – der Tag an dem ich die Zusage für das PPP-Stipendium bekommen habe. Ich arbeitete an diesem Tag im Homeoffice, als ich eine neue E-Mail Benachrichtigung auf mein Handy bekommen habe – “Sehr geehrte Frau Nowak, wir gratulieren Ihnen herzlich zu Ihrer Nominierung als Juniorbotschafterin Deutschlands in den USA!”. Als ich diese Zeilen las brachen sämtliche Emotionen in mir aus – ich verspürte pures Glück gepaart mit Angst und Unglaubwürdigkeit – passiert das gerade wirklich? Oder klingelt doch gleich der Wecker und reißt mich aus meinem Schlaf? 

Ich kann keinem Menschen beschreiben wie dieses Gefühl ist, wenn der größte Traum in Erfüllung geht.  Ich wusste nicht dass es geht aber ja, man kann im selben Moment das größte Glück spüren und gleichzeitig die größte Angst. Und mit Angst meine ich diese Angst von der Ungewissheit. Und mit Glück meine ich das Glück, bei dem man Freudesprünge macht und danach in Tränen ausbricht. Und das Coole bei der ganzen Sache – das war erst der Anfang. Diese wilde Gefühlsachterbahn wird in Zukunft noch lange weiter gehen.

Nun ist er da, mein persönlicher Sechser im Lotto. Nur wie zur Hölle soll ich das jetzt meinen besten Freunden beibringen? – Ich muss kurz einschieben, ich habe von meiner Bewerbung für das PPP niemandem erzählt außer meiner Familie. Das hatte verschiedene Gründe. Zum einen wollte ich mich nicht davon abhalten lassen und zum anderen dachte ich niemals, dass ich tatsächlich das Stipendium bekommen werde. I wanted to play it lowkey. Einen Tag später nach der Bekanntgabe besuchte ich meine Freunde und es war ein komisches Gefühl, ihnen davon zu erzählen. Ich konnte es selbst ja immer noch kaum glauben. Und ich kann mich noch gut an die Reaktionen erinnern, von purer Mitfreude bis leichter Schockzustand war alles dabei. Das Schönste waren die Worte, die danach folgten:  „Ich bin stolz auf dich und finde es mega, dass du das machst und dir zutraust, aber dann denke ich mir: wenn nicht du, wer dann?“. „Ich gönne es niemand anderem mehr als dir“. Ich bin für immer dankbar, dass ich die besten Menschen um mich rum habe und ich hoffe ihr wisst, dass ich das alles ohne eurer seelischen Unterstützung und Geduld niemals so hinbekommen hätte <3

Mein Zeitungsartikel in der PNP

Es dauerte noch Wochen, bis mir endlich bewusst war, dass es wirklich bald auf die große Reise geht. Die Vorbereitungsphase startete bereits mit Vollgas und die Zeit rannte. Reisepass beantragen, Kick-Off Treffen mit den anderen PPP-Teilnehmern, Englischtest machen, Treffen mit meinem Patenabgeordneten, Gesundheitscheck beim Arzt, Visumsantrag ausfüllen. Es war stressig, aber von Tag zu Tag wuchs die Aufregung immer weiter.

Vom 08. Mai bis 14. Mai fand das erste Vorbereitungsseminar in Lichtenfels  für rund ein Drittel aller PPP-Teilnehmer statt. Wir waren untergebracht im wunderschönen Schloss Schney und hatten jeden Tag ein volles Programm. Von Interkulturellem Training, ausführlichen Vorträgen über die Deutsch-Amerikanische Geschichte bis hin zum detaillierten Ablaufplan für das nächste Jahr – wir wurden in dieser Woche bestmöglich über die anstehende Zeit informiert. Es war extrem schön endlich auch einen Teil der anderen PPP-Teilnehmer persönlich kennenzulernen. Ehemalige Teilnehmer waren ebenso vor Ort und erzählten uns von ihren damaligen Erlebnissen. Mein Zimmer teilte ich mir mit der lieben Antonia – und wir hatten das absolut coolste & größte Zimmer von allen im alten Schlossgebäude 😉 Ich hatte in dieser Woche eine richtig gute Zeit mit neu gewonnenen Freund*innen und freute mich nun noch mehr auf das kommende Jahr. Es war auch irgendwie verrückt, wir waren 25 Leute aus verschiedensten Teilen Deutschlands mit verschiedensten beruflichen und persönlichen Hintergründen. Wir kannten uns alle vorher nicht und wussten trotzdem, dass wir alle denselben Traum haben. Dieses Jahr wird uns alle stark miteinander verbinden und das kann uns niemand mehr nehmen.

Am 15. Juni fand dann noch der wohl wichtigste Termin statt, der Termin zum Visumsinterview im U.S. Konsulat in München. Da meine Schwester in München wohnte entschloss ich mich, mich schon den Abend zuvor mit dem Zug auf die Reise nach München zu machen – im Nachhinein die wohl beste Entscheidung früher zu fahren. Mein Zug startete von Passau aus um ca. 19 Uhr und nach einer extrem langen Odyssee bei der Deutschen Bahn aufgrund von technischer Probleme und nicht vorhandenem Schienenersatzverkehr kam ich dann endlich um 01.00 Uhr nachts bei meiner Schwester in München an. Es war nervenaufreibend! Nachdem ich etwas geschlafen habe machte ich mich morgens dann auf dem Weg zum U.S. Konsulat und traf davor noch drei weitere PPP-Teilnehmer (Anil, Cornelia & Steffi), die das Visumsinterview zur gleichen Zeit hatten wie ich. Ich war furchtbar aufgeregt vor diesem Termin, da es der wichtigste und letzte Schritt vor der Einreise in die USA war. Ich kann euch sagen, es ist mir ein Stein vom Herzen gefallen als ca. eine Woche später mein Reisepass mit meinem eingetragenen US-Visum im Briefkasten lag. Jackpot!

Vor dem U.S. Konsulat in München - Zusammen mit Anil, Steffi und Cornelia

Am 03. August wurden dann einige PPP-Teilnehmer aus Bayern noch für eine offizielle Verabschiedung vom Leiter der Bayrischen Staatskanzlei, Herrn Dr. Florian Herrmann (MdL), zum Prinz-Carl-Palais in München eingeladen. Wir erhielten eine persönliche Ansprache von Herrn Dr. Herrmann sowie vom U.S.-Generalkonsul Timothy Liston und unterhielten uns über das kommende Jahr und den bevorstehenden Herausforderungen. Es war eine sehr schöne und gelungene Veranstaltung und es hat uns alle nochmal in unserer Rolle als Deutsche Juniorbotschafter*innen in den USA gestärkt und vorbereitet. Nach dem offiziellen Teil gingen wir in den inoffiziellen Teil über und besuchten im Anschluss noch den Augustiner Biergarten in München. Nur noch wenige Tage und dann sehen wir uns alle wieder im Flieger in Frankfurt. Es ist alles so extrem aufregend … we are definitely ready for take off! 

1 Kommentar zu „How to prepare for one year abroad“

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.