Neuer Job in der Autowaschanlage


20.02.-04.03.2023

Die Zeit rauscht an einem vorbei und der Februar ist nun zu Ende. Damit auch der erste volle Arbeitsmonat in den USA. Man stellt manchmal fest, dass 24 Stunden für einen Tag gar nicht reichen und so zieht eine Woche nach der anderen an einem vorbei und man fragt sich jedes Mal, wo die Zeit bleibt. Das wird sicherlich nochmal extremer, da ich nun einen zweiten Job nach längerer Suche gefunden habe. Der Job wird mich über meine aktuellen 25 Wochenstunden hinaus beschäftigen und sicherlich eine spannende und komplett neue Erfahrung.

Ehrenamt bei den Donauschwaben

Nach einer Anfrage von den Donauschwaben, ob ich wieder aushelfen kann, habe ich natürlich nicht gezögert und zugesagt. Ich wurde angefragt, ob ich freitags bei „Fish Fry“ in der Küche arbeiten kann. Fish Fry wird hier oft als Fundraiser von Kirchen oder anderen gemeinnützigen Organisationen in der Fastenzeit angeboten. Auf dem Weg zu den Donauschwaben habe ich auch einige andere Orte gesehen, die es anbieten. Traditionell wird dabei frittierter Fisch angeboten, oft mit Pommes. Bei den Donauschwaben, dem deutsch-amerikanischen Kulturzentrum gibt es aber natürlich auch Ofenkartoffeln und Krautsalat als Beilage. Für Letzteres war ich in der vergangenen Woche zuständig. Ich hatte die Ehre aus einem großen Behälter eine Handvoll Krautsalat in kleine Plastikschälchen zu packen, damit es in diesen verkauft werden kann. Insgesamt waren es am Ende 125 kleine Schälchen. Zu diesen gesellten sich während meiner vierstündigen Arbeitszeit noch einige noch kleinere Behälter mit Sour Cream und andere Nebenaufgaben.
Gestern fühlte ich mich bei erneutem Erscheinen schon befördert und ich durfte die Pommes frittieren. So kamen am Ende ungefähr 5kg Pommes zusammen und ich habe dementsprechend wie eine Pommes gerochen. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht, besonders weil einige in der Küche deutsch sprechen und man sich somit auch mal wieder auf deutsch abseits von Telefonaten unterhalten kann.

Neuer Job in der Autowaschanlage

Nachdem nun alle Franzosen und Französinnen neben ihrem normalen Studium am College zusätzlich noch in der Bibliothek arbeiten, bleibt für mich weniger Zeit übrig. Dadurch wird es nachmittags, zwar selten aber ab und zu etwas langweilig, da ich im Kindergarten nur bis zu 25h pro Woche, als 5h pro Tag arbeiten darf. Zudem möchte ich noch zusätzlich etwas Geld verdienen, um die letzten zwei Reisewochen vor meiner Rückreise zu finanzieren. Die Suche nach einem geeigneten Job hat sich aber dann als nicht so einfach heraus gestellt. Oft wird bei einer Stundenanzahl von weniger als 20h/Woche vorausgesetzt, dass man auch am Wochenende arbeitet. Das gestaltet sich bei mir allerdings häufig schwierig, da dann meistens die Events für internationale Studenten stattfinden.
Daher habe ich einen inzwischen guten Freund des ifi, Randy, gefragt, ob er jemanden kennt, der mich unter meinen Kriterien einstellen würde. Tatsächlich hat er einen Freund, der eine Autowaschanlage betreibt und ich soll mich dort bewerben. Gesagt, getan wurde ich keine 24h später angerufen und für einen Termin zum Bewerbungsgespräch angefragt. Dabei stellte sich heraus, dass die einzigen Bedenken um mich einzustellen meine verbleibende Zeit in den USA bis Juni ist. Das wurde aber nach Rücksprache mit der Leitung als unproblematisch eingestuft.
Daher kann ich am Montag anfangen zu arbeiten und werde meine Nachmittage also bis Juni damit verbringen, Autos sauber zu machen. Das wird sicherlich nochmal eine komplett andere Erfahrung im Vergleich zu meinem bestehenden Job und man kann nochmal in einem anderen Bereich etwas lernen und nebenbei die Reisekasse füllen. Gleichzeitig sieht man auch nochmal eine andere Welt von teuren Autos, mit der man sonst nicht in Kontakt kommt. Ich bin gespannt wie es wird und freue mich auf die neue Aufgabe.

Einladung zum Treffen mit Olaf Scholz

Am Mittwoch erreichte uns eine E-Mail von Cultural Vistas, der Austauschorganisation über die das Programm läuft, dass sich kurzfristig eine Möglichkeit ergibt, sich mit Kanzler Olaf Scholz in Washington DC zu treffen. Er ist am 03.03. in die USA gekommen, um sich mit Präsident Biden zu treffen und hat dabei die Möglichkeit eingeräumt, sich mit uns Junior-Botschaftern zu treffen. Allein die Einladung dazu finde ich ziemlich besonders und spannend. Leider konnte ich aber nicht teilnehmen, da Washington DC doch ziemlich weit weg ist und sich das kurzfristig nicht einrichten ließ. Andere PPP-Teilnehmer nutzten aber die Gelegenheit und berichteten anschließend von dem aufregenden Treffen. Besonders seine weichen Hände sind dabei wohl besonders in Erinnerung geblieben neben einem gemeinsamen Foto und einem kurzen Austausch. Das Foto wird sicherlich bald auf dem Instagram Account unserer PPP-Jahres zu sehen sein.

Aussicht

Es beginnt so langsam, dass man sich mental auf den Abschied vorbereitet und Vorbereitungen trifft. Ebenso realisiert man langsam, dass man auch nur noch einige Wochen mit den Französinnen und Franzosen hat, bevor es für sie im Mai wieder zurück in die Heimat geht. Desto mehr genieße ich aktuell meine Zeit, die ich hier verbringen darf mit all den wunderbaren Menschen um mich herum.
Die Tage werden auch wieder länger, die Streifenhörnchen hüpfen wieder vor dem Fenster im Garten durch die Gegend und die Sonne lässt sich wieder vermehrt blicken. Trotzdem habe ich es geschafft, nun zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen krank zu werden, was aber scheinbar auch bei anderen Teilnehmern ein Problem ist. Allerdings bin ich froh, dass es nichts schlimmes ist und ich meinem normalen Tagesablauf größtenteils nachgehen konnte/kann. Nächste Woche steht die Reise nach New York City an, auf die ich mich auch schon lange freue und anschließend der Ausflug nach Detroit. Dazu wird es wieder viel zu berichten geben.

Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit!


2 Antworten zu “Neuer Job in der Autowaschanlage”

  1. Alles Gute und eine gute Zeit. Geniesse die Wochen die dir bleiben und lass dich herzlich von uns grüßen
    Deine Nestlers aus dem Erzgebirge

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